Warum globales Erwachen auch eine neue Heilung des menschlichen Körpers bedeutet

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Sonntagabend in Altona, und der Regen peitscht gegen die Küchenfenster, so wie er es hier oft tut, wenn die Elbe besonders grau aussieht. Blasius, mein schwarzer Kater, hat sich auf der zusammengerollten Matte breitgemacht, die eigentlich zwischen Bücherregal und Küchentisch auf ihren Einsatz wartet.

Ich sitze hier mit meinem Leinen-Heft und einem Tee, der schon fast kalt ist, und denke über die letzte Woche in der Buchhandlung in der Großen Elbstraße nach. Es war eine jener Wochen, in denen die schweren Biografien vom Hanser-Verlag geliefert wurden – Stapel, die man nicht unterschätzen darf, wenn man sie vom Rollwagen in die Auslage hievt. Mein unterer Rücken hat sich am Donnerstagnachmittag wieder gemeldet, dieses ziehende, fast beleidigte Gefühl, das ich seit 2022 kenne.

Hinweis: In meinen Notizen hier findest du einige Affiliate-Links. Wenn du darüber einen Kurs buchst, erhalte ich eine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Ich schreibe nur über Dinge, die ich selbst für mein Leinen-Heft durchgearbeitet habe, wie meine Wirbelsäulentherapie, die mein Einstieg in das Ganze war. Meine ausführliche Offenlegung findest du unten verlinkt.

Das Gefühl, dass die Welt im Rücken steckt

In der Buchhandlung riecht es nach staubigem Papier und frischer Druckerschwärze, ein Geruch, den ich nach neun Jahren immer noch liebe. Aber diesen Freitag mischte sich der scharfe, medizinische Duft von Tigerbalsam darunter, den ich mir heimlich im Lager auf das Kreuz geschmiert hatte. Während ich die Frontcover der Neuerscheinungen ausrichtete, kam mir ein Gedanke: Warum fühlt sich mein Körper so festgefahren an, genau wie die Nachrichtenlage da draußen?

Ich bin keine Physiotherapeutin und habe auch keine medizinische Ausbildung – ich bin Buchhändlerin, die irgendwann ihr Germanistik-Studium abgebrochen hat, weil das Leben zwischen den Seiten echter war als im Seminarraum. Aber ich spüre, dass mein Rücken nicht nur ein mechanisches Problem hat. Er hält etwas fest. Eine Art kollektive Schwere.

Im Februar, an einem dieser richtig nasskalten Sonntage, habe ich angefangen, mich mit dem Kurs Globales Erwachen zu beschäftigen. Es ist der kürzeste der Kurse von RaGarve, nur 32 Videos, etwa 17 Stunden Material. Eigentlich wollte ich nur wissen, was in der Welt gerade schief läuft, aber ich habe etwas über meinen eigenen Körper gelernt.

Wenn der Rhythmus bricht: Ein Blick auf die Nachtschicht

Neulich stand eine Stammkundin bei mir, eine Pflegekraft aus dem Schichtdienst, die donnerstags immer nach diesem einen Doppelgänger-Band sucht, den wir nie reinbekommen. Sie sah müde aus, ihre Schultern fast an den Ohren. Wir sprachen kurz über das Schlafen und wie schwer es ist, heil zu werden, wenn der Körper ständig gegen die biologische Uhr arbeitet.

Für Menschen wie sie, die im Schichtdienst arbeiten, klingen Standardtipps zur 'Heilung durch natürlichen Biorhythmus' wie Hohn. Wenn man gegen das Licht lebt, ist der Körper in einem permanenten Ausnahmezustand. Dieses 'Globale Erwachen', von dem im Kurs die Rede ist, bedeutet für mich auch zu verstehen, dass wir in Systemen leben, die unsere körperliche Integrität oft gar nicht vorsehen. Heilung beginnt dort, wo man erkennt, dass man nicht 'falsch' ist, sondern in einem falschen Takt funktioniert.

Ich erinnere mich an eine Szene im April, kurz nach Ostern. Ich versuchte, einem komplexen Modul über politische Zusammenhänge zu folgen, während ich auf einem Bein balancierte – eine Übung aus der Wirbelsäulentherapie, die ich mit dem Hören kombinieren wollte. Das Ende vom Lied: Ein ganzer Stapel Taschenbücher kippte um, und Blasius flüchtete miauend unter das Sofa. Ein klassischer Moment des Scheiterns. Man kann nicht alles gleichzeitig verstehen und geradebiegen.

Die Wärme in den Wirbeln

Trotzdem gab es diesen einen Moment letzte Woche. Ich schaute ein Video über das kollektive Bewusstsein. Plötzlich entstand eine tiefe, fast glühende Hitze in meinen unteren Wirbeln. Es war, als würde sich ein Knoten lösen, der dort seit Jahren saß. Nicht, weil ich mich besonders bewegt hätte, sondern weil ich verstanden habe, dass mein Schmerz ein Teil des großen Ganzen ist. Wenn die Welt erwacht, muss der Körper nicht mehr alles alleine tragen.

Es ist ein langsamer Prozess. Ich übe morgens vielleicht zehn Minuten, oft auch gar nicht, wenn die Kaffeemaschine wichtiger ist. Aber das Bewusstsein hat sich verschoben. Wer wie ich neun Jahre lang an der Theke steht und beobachtet, wie Menschen Bücher kaufen, um ihre Welt zu ordnen, der weiß: Ein Text ist nur dann ehrlich, wenn er keine Allheilmittel verspricht.

Falls du selbst mit chronischen Schmerzen kämpfst, geh bitte zum Orthopäden oder zum Hausarzt. Ich bin keine Heilerin. Ich notiere nur, was passiert, wenn man aufhört, den Körper als kaputte Maschine zu betrachten. Manchmal hilft es schon, die richtige Sitzposition beim Lesen zu finden, um dem Nacken eine Pause zu gönnen.

Heute Abend, Anfang Mai, ist mein Rücken ruhig. Vielleicht liegt es daran, dass ich akzeptiert habe, dass Heilung kein Ziel ist, das man abhakt, sondern ein Mitfließen. Der Kurs Globales Erwachen kostet 297 Euro – für mich war es eine Investition in eine Sichtweise, die über das rein Körperliche hinausgeht. Es ist wie ein gutes Buch, das man immer wieder aufschlägt, weil man jedes Mal einen anderen Satz unterstreicht.

Die Elbe draußen wird jetzt ganz dunkel. Ich klappe mein Heft zu. Nächste Woche kommen die neuen Bildbände, aber ich glaube, ich hebe sie diesmal mit ein bisschen mehr Weite im Brustkorb. Wenn du wissen willst, wie meine Reise angefangen hat, lies doch mal in Woche 1: Zwischen Altonaer Altbau-Staub und der Hoffnung auf ein schmerzfreies Kreuz rein. Es war ein steiniger Weg vom Staub zur Matte.

Schlaf gut, Altona. Und danke fürs Mitlesen.

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